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Gewalt in unserer Gesellschaft

 

Hat sie eine neue Dimension erreicht?

 

Von Christa Tamara Kaul

 

 

Während bei der Kriminalitätsrate insgesamt in den letzten Jahren ein stetiger leichter Rückgang zu verzeichnen ist, hat, wie auch die letzten bundesweiten und nordrhein-westfälischen “Kriminalstatistiken“ abermals zeigen, die Gewaltkriminalität bei Jugendlichen an Umfang und Brisanz weiter kontinuierlich zugelegt. Sowohl Furcht und Ratlosigkeit bei großen Teilen der Bevölkerung als auch Entschlossenheit und guter Wille, dagegen anzugehen, Zeichen zu setzen und Taten folgen zu lassen, sind gleichermaßen vorhanden und ausgeprägt. In Politik, Kirchen und anderen wichtigen  gesellschaftlichen Gruppierungen werden Überlegungen angestellt und Maßnahmen ergriffen, um das Problem in den Griff zu bekommen.


Die Kriminalprävention spielt in diesem Kontext eine wichtige, ja längerfristig eine entscheidende Rolle. Doch nicht jeder gut gemeinte Ansatz bewirkt eine gut gemachte, d.h. erfolgreiche Maßnahme mit einem nachhaltigen Resultat. Es müssen die fachlichen Einsichten dazukommen, damit „Gut gemeint“ auch zum „Gut gemacht“ wird.


Die Tagung des FrauenRat Nordrhein-Westfalen (27.10.2001 in Köln) hatte das Ziel, Entstehungsbedingungen und Gründe der überproportionalen Gewaltkriminalität bei deutschen und ausländischen Jugendlichen gemäß den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und praktischen Erfahrungen darzulegen und transparenter zu machen. Denn nur bei möglichst exakter Kenntnis der Vorbedingungen lassen sich Präventionsmöglichkeiten und Gegenmaßnahmen schlüssig und gegebenenfalls mit neuen Ansätzen ableiten und nachhaltige Erfolge erzielen. Aber auch mit Hilfe neuer Forschungsergebnisse über Sinn und Unsinn von Präventionsmaßnahmen "Licht in das Dunkel" der fast unüberschaubaren Vielfalt an Projekten zu bringen, war ein wichtiger Aspekt der Tagung .

 

Grundsätzlich gilt, das zeigten die Ausführungen aller Referenten/innen: Nachhaltig lassen sich Probleme nur lösen, wenn sie an der „Wurzel gepackt“ werden. Das aber kann hinsichtlich der Gewaltkriminalität nur bedeuten, entsprechend den Forschungsergebnissen „von Anfang an“, also erzieherisch tätig zu werden. Familie, Kindergarten und Schule müssen in ein umfassendes Konzept einbezogen werden. Und das heißt, dass der Wertekonsens der Gesellschaft überprüft und entsprechend geprägt werden muss.


Zum Abschluss der Tagung wurde eine den Tagungsergebnissen entsprechende Resolution verabschiedet, die dem nordrhein-westfälischen Landtag zugeleitet wurde. 

 

 

 

 

Tagungsprogramm


Gewalt in unserer Gesellschaft: Hat sie eine neue Dimension erreicht?
Situation – Ursachen - Maßnahmen
27. Oktober 2001, 10 bis 16 Uhr
Internationales Zentrum Groß St. Martin, Köln

10.00   Begrüßung und Einführung in die Thematik

Christa Tamara Kaul

FrauenRat NW, Vorsitzende des  Ausschusses Kultur, Bildung, Medien
10.15
  
Jugendgewalt als Gesellschafts- und Medienproblem  -
Kriminalstatistische Befunde, Interpretationen und kriminalpolitische Folgerungen

Prof. Dr. jur. Michael Walter
Kriminologische Forschungsstelle  der Universität Köln
11.10  
Der Gewalt vorbeugen

Kriminalprävention als gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Ina Nolden
Deutsches Forum für   Kriminalprävention, Bonn
12.00
    Pause / Mittagsimbiss
13.30  
Guter Wille allein ist zuwenig

Ergebnisse, Probleme und Chancen der Präventionsforschung

Dr. habil. Wolfgang Feuerhelm
Institut für sozialpädagogische Forschung der  Universität Mainz
14.30
   
Und die Opfer?
Opferschutz und Konsequenzen für die Politik

Eva Maria Gölden

Weißer Ring -  Regionalstelle Düsseldorf

15.30    Verabschiedung einer Resolution

16.00    Ende der Tagung

 

 

 

FrauenRat NW e.V.
Geschäftsstelle
Julius-Doms-Str.13
51373 Leverkusen
Tel. 0214 / 60 15 66

www.frauenrat-nw.de


Der FrauenRat NW e.V. ist ein Zusammenschluss aus Frauenverbänden und Frauengruppen gemischter Verbände des Landes NRW. Er besteht seit 1970. Ihm gehören zur Zeit 68 Verbände auf Landesebene mit unterschiedlicher Zielsetzung an.
Mit seinen Informations- und Arbeitstagungen möchte der FrauenRat NW e.V. seinen Mitgliedsverbänden und der interessierten Öffentlichkeit Informationsmöglichkeiten bieten, aber auch mit Politikern und Fachleuten ins Gespräch kommen, damit sie die Belange von Frauen bei ihrer Arbeit berücksichtigen.
Arbeits- und Fachtagungen sind öffentlich, um einen Meinungsaustausch gesellschaftlicher Gruppen zu ermöglichen.

 

 

Siehe auch: 

Medienforum NRW 2002  "Achtung und Ächtung von Gewalt"

Norbert Schneider: "Der tägliche Mord: Gewalt in den Medien - Gewalt in der Gesellschaft"

 

 

 

© Christa Tamara Kaul